Weihnachten mit KI – Eine Geschichte in drei Bildern erzählt

Mit einem Bildgenerator können Erinnerungen aufleben

Die Geschichte: Paul Meier hat 1978 unseren ersten Christbaum ausgeliefert. Hätte Lehrling Jürg Tobler ihn damals begleitet und das Ereignis für die Firmenchronik festgehalten, dann sähe das wahrscheinlich so aus. Leider hat er das nicht, und deshalb haben wir auf den Google Bildgenerator «Nano Banana» zurückgegriffen, um den wichtigen Moment virtuell nachzustellen. Der Seniorchef wird Augen machen, wenn wir ihm das auf DIN A3 ausdrucken und rahmen.

Geschichte in drei ki-generierten Bildern: Die Ankunft des Christbaums

Eine grössere Version des Bildes können Sie hier herunterladen: Fotalbum Bild 1200x1482 Pixel (Dateigrösse: 365 KB)

Der Prompt war ganz simpel: “A candid analogue photograph of a man taking a freshly cut Christmas tree to the door of his home on a gray day with just a hint of snow.”

Paul hatte zunächst keine Mütze auf, deshalb wurde der Bildgenerator aufgefordert, ihm eine rostrote Mütze auf den Kopf zu setzen. Der nächste Prompt hiess dann: “Take a polaroid shot of the man standing at the door; orientation: portrait.”

Zum Schluss dann: “Show his wife having opened the door, wearing an apron, and greeting him.”

Sie werden merken: Das ist nicht die Geschichte von Paul, der unseren ersten Baum ausliefert. Diese Geschichte kam erst zustande, als wir die drei Bilder als Gesamtes vor Augen hatten. Aber das darf niemanden überraschen. Bilder führen oft ein Eigenleben, und man gewinnt viel, wenn man sie genau betrachtet.

Um die ursprünglich angedachte Geschichte des Mannes, der einen Christbaum nach Hause bringt und von seiner Frau freudig begrüsst wird, hätten wir weiter an den Prompts arbeiten müssen. Doch die Geschichte von Paul fanden wir so treffend, dass wir sie für sich stehen liessen.

Man kann übringens solche Bilder nicht nur erstellen lassen, sondern auch einer KI vorlegen und fragen, was da zu sehen ist. In userem Fall hat die KI «Claude» festgestellt: “Die Körpersprache wirkt höflich, aber nicht vertraut. Bei einem Ehepaar oder engen Familienmitgliedern würde man eine andere Begrüssung erwarten - vielleicht eine Umarmung, ein Kuss, oder zumindest eine entspanntere Geste.
Interessant ist auch, dass die Frau in der Tür steht, als würde sie jemanden empfangen, der von aussen kommt - nicht wie jemand, der einen Partner nach Hause kommen sieht. Die gesamte Inszenierung hat etwas von einem höflichen, aber distanzierten sozialen Austausch zur Weihnachtszeit.”

Exakt das hatten wir auch gedacht.

KI «Claude» konnte sich dann einen Hinweis nicht verkneifen: “Solche KI-generierten ‘historischen’ Bilder sollten natürlich als solche gekennzeichnet werden, damit keine Missverständnisse entstehen.”

Dem ist nichts hinzuzufügen. Wir sehen das genau so.